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Samstag, 22. Dezember 2012

Es brennt immer zweimal :)

Gestern in Zürich einen neun Indershop ausgekundschaftet und da hüpfen mir 2 kleine Chilis entgegen, welche ich so noch nie in den lokalen Läden gesehen habe. Es scheint sich um eine Assam Bih Jolokia zu handeln.

Der kleine fröhliche Inder der mich die Dinger kaufen sah sagt glücklich zu mir (bitte erst eine Kartoffel in den Mund stecken, lächeln und den Kopf hin und her wackeln!): "Wenn Sie tanzen wollen, dann müssen sie diese essen - hihihihihi!" - ja, ja, die Inder - es brennt halt eben immer zweimal ;)

Das ist der kleine Feuerteufel - Samen für die kommende Chiliaufzucht gesichert!

Samstag, 1. Dezember 2012

Kiwano

... und auch in diesen turbulenten Zeiten, muss doch ein kleiner Post wieder her :) und zwar kommt hier was kleines aus dem Bereich der Kuriositäten ... tataaaaaa: die Kiwano.




Direkt vom Mond und bei uns gelandet. Nach einer Beschaffungs-Odyssee und einem horrenden Preis (CHF 7.50 pro Stück!) das Geschmacksurteil von Babsi: "Mag ich nicht". Aber ich! :) ... deshalb wird sie auch das nächste Jahr in unserem Garten hausen.

Dienstag, 9. Oktober 2012

The return of the "Bitter Görd"

... und wie im vorherigen Post versprochen, kommt die ominöse Bittermelone / Bitter Gourd wieder zum Zuge. Dieses Mal in verarbeiteter Form und ich kann sagen, das Ding schmeckt sehr lecker (im Gegensatz zum warzigen Aussehen). Ähnlich wie Okra, aber lange nicht so matschig, dafür aber ein wenig bitterer (wer hätte das gedacht ;). Aber eins nach dem anderen, also als erstes die Suchmaschine befragt wie die Dinger zuzubereiten sind und siehe da, gar nicht so schwer. Wir benötigen z.B.:
  • 2 Bitter Görds (Bittermelonen / Goyas oder wie sie auch immer heissen)
  • 3-4 EL Maisstärke
  • 2-4 EL Garam Masala
  • 1 TL Chilipulver
  • Etwas Salz
  • uuuuund eine Prise Asant (aka Asafoetida aka Teufelsdreck)

Schritt 1: Gurke der Länge nach aufschneiden und die Kerne mittels Kaffelöffel rauskratzen

"Schlitz", jetzt gehts der Gurke an den Kragen

Schritt 2: Gurke in gleichdicke Scheiben schneiden (Betonung liegt auf gleichdick), da dies den späteren Frittierschritt ungemein erleichtert (alles ist gleich gar :) und 5 min. in ein leicht gesalzenes Wasserbad geben (dies entzieht der Gurke ein Teil der Bitterkeit).

Die Gurke badet
Schritt 3: Während die Gurkenscheiben gemütlich ihre Bahnen im Salzbad ziehen etwas Erdnussöl im Topf erhitzen. Dann die Gurke abtropfen, trocken tupfen und dann zu den Gewürzen geben und das Ganze vermischen.

Die Gewürzmischung
 Schritt 4: Easyyy: Ab mit der Gurke ins heisse Öl (bis die Stücke teilweise bräunlich werden)

Mr. Görd langsam ins Öl lassen, es ist immer noch ein Gurke mit hohem Wassergehalt und wir wissen was für Spass mit Wasser und heissem Öl entstehen kann :)

Schritt 5: Frittenscheiben abtropfen lassen uuuuuund geniessen :) Bon Appetit!

Die Bitter Görd wurde bezwungen
Wie gesagt, sie hat mir super geschmeckt und es wird sicherlich nicht die letzte Goya sein die wir verarbeiten werden. Damit wir auch im Experimentierlabor immer für Saatgut-Nachschub (und potentielle Görds) sorgen, habe ich noch einige Kerne aus dem Fruchtfleisch rausgepuhlt und zum Trocknen gelegt. Vielleicht gesellt sich ja die Goya nächstes Jahr zur Inka-Gurke :)

Saatgut Gewinnung :)

Sonntag, 7. Oktober 2012

Tomaten - das Ochsenherz schlägt noch :=)

Nach einem erfolgreichen Balkon-Tomatenjahr kehrt doch langsam der Herbst ein, damit auch die kältere Jahreszeit und wir wissen noch nicht, ob wirklich alle Tomaten es schaffen rot zu werden (auch schmutzige Witze haben bis jetzt nicht geholfen ;) ). Aber gestern konnten wir ein Riesenochsenherz ernten (ganze 399g): Hier der Fotobeweis:

Reife Ochsenherztomate - das etwas feutchte Wetter hat ihr zu schaffen gemacht (leicht geplatzt). Geschmacklich aber einfach nur genial. (Im Hintergrund noch weitere Knubbel :) )

Ganze 399g hat der Bomber auf die Waage gebracht
Notfalls können wir aber die grünen Tomaten in einem Schukarton nachreifen (funktioniert wunderbar, dauert aber nur eine Weile) oder wir stellen alternativ grünes Tomaten-Chutney her (wobei mich das Solanin abschreckt - obwohl wir bei Chutney ja nur kleinere Mengen gegessen werden).

Donnerstag, 16. August 2012

Faule grüne Tomaten (Blütenendfäule)

Die ersten Stöcke unserer Balkontomaten tragen schon leckere rote Früchte (Ochsenherz und "Tomate rot/rund"). Die zweite etwas spätere Saat aus selber gewonnen Tomatensamen wächst und gedeiht, hat aber leider ein Fäulnisproblem (Blütenendfäule):

Junge Tomaten mit klar sichtbarer Blütenendfäule
Bei der Blütenendfäule handelt sich nicht um keinen Schädlings- oder Pilzbefall, sondern um eine Stoffwechselerkrankung. Es ist somit eine physiologische Störung, die bei Tomaten durch Kalziummangel verursacht wird. Paprika kann ebenfalls davon betroffen sein (uhhhh, ob meine Chili überlebt?).

Ursache sind hohe Salzkonzentrationen (Kalium, Magnesium, Natrium, Ammonium) welche bei starken Schwankungen der Wasserversorgung die Aufnahme von Kalzium durch die Wurzeln erschweren. Wir giessen aufgrund der Begebenheiten mit Leitungswasser, welches sehr hart ist, und darum "enthärtet" wird. Meine Vermutung ist, dass durch den Ionentauscher eine nicht unerhebliche Menge an Natrium ins Wasser gelangt, was zum genannten Schadbild führt.

Eine Lösung für unser Problem habe ich noch nicht gefunden (Regenwasser auffangen können wir leider nicht). Ich setze mal auf die Kraft der Selbstheilung. Die erste Tomatengeneration hatte das selbe Problem zu Beginn und jetzt ist alles ok?



Die erste Ernte :)

Nun können wir schon ernten (nach 3 Wochen seit der Gartenübernahme): Auch wenn es nur ein wenig schnöder Ruccola ist der unter anderem vom Erdfloh angeknabbert wurde ... ABER er war suuuuper lecker!

Frischer Babyruccola aus eigener Produktion (die Frasslöcher stammen von Erdflöhen)

Nun, der Erdfloh scheint ein gängiges Problem an heissen Tagen und betrifft v.a. Kreuzblütengewächse wie Ruccola, Kohl, Kohlrabi, Radieschen, Rettiche. Möglichkeiten um ihn einzudämmen wäre

  1. keine Kreuzblütler anzubauen (ok, keine Alternative)
  2. Erde feucht halten
  3. Pflanzenjauche zu giessen (scheint ein Allerheilmittel zu sein - werden wir demnächst mal ansetzen)
Floh hin oder her - die erste Ernte war delikat!

Dienstag, 17. Juli 2012

Bunt, knallig und süss: Hochkalorischer "Perlendrink"

Ein in Asien schon länger bekanntes "Kult/Trend Getränk" überschwemmt nun auch langsam unsere heimischen Märkte: Wir sprechen von Bubble Tea. Basis des Getränks ist:
  • meist schwarzer, grüner oder Jasmin-Tee 
  • Sirup (verschiedene Farben und Geschmacksorten), ev. gesüsste Milch
  • "Perlen" (daher der Name Bubbles) aus Algina gefüllt mit Sirup oder Maniokperlen (geschmackslos, kein Zucker, kaugummiartige Konsistenz)
  • verschiedene teilweise unzureichend auf dem Becher deklarierte Farbstoffe (oft hochallergene Azofarbstoffe)
Zielpublikum sind meist Kinder und Jugendliche denen die quitschbunte und in knallig verpackten Bechern abgefüllte Flüssigkeit als Erfrischungsgetränk angeboten wird. Dabei soll dem "langweiligen und altbackenen" Tee eine exotische, unbekannte und verlockende Aura eingehaucht werden.

Bubble Tea Variationen: Bunt, knallig, hipp und hochkalorisch
Quelle: McDonalds

Das Getränk (Becher ca. 300 ml - 400 ml) kann bis zu 50 g Einfachzucker enthalten. Dies entspricht, ähnlich den Werten von Cola/Limonadengetränken, einem Energiewert von über 200 kcal, welche als Zwischenmahlzeit verzehrt wird. Diese zusätzliche Energiezufuhr stellt vor allem für Kinder ein Problem dar, da sie durch den Konsum eines Bechers Bubble Tea die empfohlene tägliche Zufuhrsempfehlung für Einfachzucker erreichen resp. auch überschreiten.

Darüber hinaus enthalten die Getränke eine Vielzahl an künstlichen Farbstoffen (die knalligen Farben sind meist Azofarbstoffe), welche zu Lebensmittelallergien führen können (EFSA).

Mögliche Konsequenzen aus einem regelmässigen Konsum von Bubble Tea können Übergewicht, Fettleibigkeit sowie Diabetes sein.

Kritisch kann auch der Einstieg der Migros ins Bubble Tea Geschäft gewertet werden, welcher sich nicht mit der extra auf Kinder abgestimmten Marke Lilibiggs vereinen lässt.

Freitag, 13. Juli 2012